Spieleschrank „Dice“

von Vico Haverkamp

„In Material, Gestaltung und Haptik wird dabei zusätzlich der ‚Spielegedanke‘ aufgegriffen.“

Der als Meisterstück konzipierte Spieleschrank „Dice“ soll die bei den Kunden bereits vorhandenen Wohnzimmerschränke aus geöltem Eichen-vollholz in modern-geradlinigem Design mit handwerklichen Akzenten ergänzen. In Material, Gestaltung und Haptik wird dabei zusätzlich der „Spielegedanke“ aufgegriffen, um die Funktion des Schranks und die Freude der Kunden am gemeinsamen Spielen nach außen hin sichtbar zu machen.
Bei der Formgebung wird die Würfelform als Symbol für Spiele eingesetzt, indem der Spieleschrank im oberen Bereich aus drei würfelförmi-gen, in Form einer Treppe angeordneten Fächern zusammengesetzt wird. In die Außenflächen des Möbels werden „Würfelpunkte“ aus Möbellino-leum mit einem Durch-messer von 60 mm ein-gefräst. Die Punkte sind in Abstimmung mit den bereits vorhandenen Möbeln in helltürkis gehal-ten. Die Außenabmessungen des Spieleschranks betragen entsprechend den Anforderungen 720 mm × 1290 mm × 360 mm. Der Schrank soll vor einer 1,3 m breiten Wand im kombinierten Wohn- und Esszimmer stehen, in der zwei 230 V-Steckdosen installiert sind. Um diese nach wie vor erreichen zu können, wer-den einige Fächer ohne Rückwand gestaltet. Dies kommt auch einem optionalen Einsatz als Raumteiler entgegen. Die Innenaufteilung besteht aus einem breiten und zwei schmalen offenen Fächern, einem mit einer Tür zu schließenden Fach und zwei Schub-kästen. Das Möbel bietet dementsprechend Stauraum für Gesellschafts-, Würfel- und Geduldspiele unter-schiedlicher Formate sowie für Bücher und Ordner.

Eine spielerische Besonderheit des Möbels besteht in dem selbst entwickelten, versenkbaren Drehknopf mit Verriegelungsfunktion: Dieser dient als versteckter Griff für die Tür und bietet einen Überraschungseffekt für den Be-nutzer. Der Drehknopf wird als Teil des „Würfel-punkte“-Bildes „3“ auf der Türfläche gestaltet, so dass der obere „Punkt“ durch Eindrücken nach vorn aus der Fläche herausspringt und sich dann drehen lässt.


Durch die Drehbewegung wird im Inneren ein Riegel hinter der Schließleiste der Tür bewegt, welcher diese dann zum Öffnen freigibt. Diese Konstruktion ist bewusst einfach und offen aus wenigen meist quaderförmigen Klöt-zen gestaltet, um eine optische und haptische Ähnlichkeit mit Bauklötzen bzw. Spielsteinen herzustellen.


Das Meisterheft entsteht in Zusammenarbeit mit:
Juan Molina Foodphotography

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